Klassisch romanisch: Klosterkirche St. Georg und St. Pankratius in Hecklingen

pastedgraphic.jpg

Der Grundriss der Klosterkirche in Heckingen könnte als klassisch romanisch bezeichnet werden. Deutlich markiert die Vierung der Kirche, deren Baubeginn in der Mitte des 12. Jahrhunderst liegt, das Maß aller Dinge: Chor und Querschiffarme nehmen die Vorgabe des Vierungsquadrats auf. Auch das Langhaus ist entsprechend gegliedert. Im Mittelschiff geben je zwei Joche das Maß der Vierung wieder. Die Seitenschiffe der Basilica wiederum sind zwar schmaler als das Mittelschiff, aber eben genau um die Hälfte.

Das Chorquadrat wird im Osten durch eine halbrunde Apsis abgeschlossen. Auch die Querschiffarme zeigen im Osten halbrunde Aspiden. Im Westen zeigen die dicken Striche des Grundrisses, dass zwei hohe Türme – verbunden durch eine starke Mauer im Westen – ein mächtiges Westwerk mit Doppelturmfassade bilden. Die Kirche des ehemaligen Benediktinerinnenklosters südlich von Magdeburg zeigt sehr schön das einfache ‘Hirsauer Bauschema’.

Die Klosterkirche St. Georg und St. Pancratius ist übrigens nicht nur wegen des schönen Grundrisses sehenswert. Auch der romanische Bauschmuck, welcher den Einfluss byzantinscher Kenntnisse zeigt (zum Beispiel Stuckengel an der Mittelschiffwand von 1220) und eine reiche Ausstattung lohnen einen Besuch.

Klosterkirche Hecklingen

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>