Monatsarchiv für Oktober 2009

Patronin des Fernsehens: Klara von Assisi

Montag, den 19. Oktober 2009

Simone Martini: Klara von Assisi, Fresko in der Unterkirche San Francesco di Assisi, 1323-26

Nicht selten regte das heilige Leben zukünftiger Heiliger Menschen an, es ihnen gleich zu tun, selbst wenn damit Entbehrungen verbunden waren oder die Familie nicht mit diesem Weg einverstanden war. Besonders hart fühlte sich die Familie des Adligen Favarone di Offreduccio di Bernadino getroffen, als nicht nur die eine Tochter – Klara – Franziskus folgen wollte, sondern auch deren Schwester Agnes. Sogar vor Gewalt soll Favarone nicht zurück geschreckt haben. Doch davon ließ sich zumindest die 1193 oder 1194 geborene Klara (ital. Chiara) nicht von ihrem Weg abbringen, die wie Franziskus aus Assisi stammte.

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Vom Umzug eines Gnadenbildes: die Wallfahrtskirche Birnau

Freitag, den 16. Oktober 2009

Wallfahrtskirche Birnau: Fassade (Foto: Gerhard Schauber)

Die Wallfahrtskirche Birnau überrascht bei genauerem Hinsehen durch einen eher schlichten und einfachen Grundbauplan. Das Kirchenschiff ist langgezogen und ohne Seitenkapellen. Zum See hin vorgelagert steht sich ein Querriegel, der die Wohngebäude des Priorats, aber auch die Wirtschaftsbereiche enthält. Heute findet sich dort auch ein Souvenirgeschäft. Der „weltliche“ Vorbau der Kirche bildet die eigentliche Fassade des Baus. Hier ist auch der Haupteingang. Die „Fassade“ der Wallfahrtskirche wirkt dabei alles andere als mönchisch bescheiden, sondern eher wie ein Schloss. Ursprünglich hatte Thomb zum See hin sogar eine große Freitreppe geplant, die die Mönche aber dann doch verhindert haben.

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Getröstet in Abrahams Schoß: Der arme Lazarus und der reiche Prasser

Mittwoch, den 14. Oktober 2009

Breu, Jörg d. J.: Der reiche Prasser und der arme Lazarus, 1535 Holzschnitt

Das Gleichnis besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil leben beide Nebenfiguren, im zweiten Teil der Erzählung sind beide tot. In der Kunst wurden beide Szenen dargestellt, häufiger jedoch die spätere. Im Gleichnis selbst geht es um einen Vergleich von irdischem und himmlischem Reichtum und um das Schicksal, welches jene erwartet, die ihren irdischen Reichtum etwas überbewerten.

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Trost und Mut für die Hörenden: Das Gleichnis vom Sämann

Donnerstag, den 8. Oktober 2009

Flusslandschaft mit Sämann (1597): Pieter Bruegel der Ältere

Gleichnisse sind meist kürzere Texte, die mit didaktischem Anspruch einen komplexen oft theoretischen Sachverhalt in Form einer bildhaften und konkreten Darstellung abbilden.“ So wird der Begriff Gleichnis in der Enzyklopädia Wikipedia definiert. Die Evangelien berichten, dass Jesus oft in Gleichnissen gesprochen hat. Eines der Wichtigsten dürfte das Gleichnis vom Sämann sein, auch wenn es in der Kunst nicht allzu häufig dargestellt wurde.

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Armut als Reichtum: Franziskus von Assisi

Montag, den 5. Oktober 2009

Giovanni Cimabue (um 1240 - 1302): Fresko in der Unterkirche der Basilika S. Francesco in Assisi

Dass viele Arme reich sein wollen, ist nachvollziehbar. Wollen jedoch Reiche plötzlich arm sein, so werden sie nicht selten für verrückt erklärt. Das ist heute nicht anders, als vor 800 Jahren. So musste auch Giovanni Bernadone, der als Sohn wohlhabender Tuchhändler 1181 oder 1182 im mittelitalienischen Städtchen Assisi in der Region Umbrien geboren wurde. Dabei begann das Leben des kleinen Giovanni, der nach der provencalischen Herkunft seiner Mutter „Franziskus“ gerufen wurde, eher typisch. Franz wurde reich erzogen und lebte eine Jugend als Ritter und Höfling.

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Nur noch ein nationales Denkmal: die Paulskirche in Frankfurt am Main

Freitag, den 2. Oktober 2009

Paulskirche in Frankfurt a.M. (Foto: Christoph F. Siekermann)

Obwohl heute noch ein Kreuz auf der Spitze des Turms steht, ist das Gebäude schon seit 1949 nicht mehr das, nachdem es aussieht. Vielmehr ist das berühmte, rosane Gemäuer nun mehr oder weniger vollständig, was es auch schon 100 Jahre vor der Entwidmung zumindest teilweise war: ein nationales Denkmal. Dabei war nicht einmal der Neubau der Paulskirche in Frankfurt am Main, der 1833 mit einem Festgottesdienst eingeweiht wurde, als Denkmal gedacht, sondern wirklich als Kirche. Genau wie der Vorgängerbau der Paulskirche, der schon seit dem 13. Jahrhundert an der selben Stelle gestanden hatte.

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Ein Vergleich: Das Gleichnis von den Blinden

Donnerstag, den 1. Oktober 2009

Das Gleichnis von den Blinden (1568): Pieter Bruegel d. Ä.

Könne ein Blinder einem Blinden den Weg zeigen? Würden nicht vielmehr beide Blinden dann in den Graben fallen? Eine nicht selten in der christlichen Kunst dargestellte Frage Christi entspricht im Neuen Testament keine eigene Geschichte. Es handelt sich eigentlich nur um einem einzigen Satz, den die beiden Evangelisten, die ihn aufführen, auch noch in zwei völlig unterschiedliche Geschichten eingebaut haben. (more…)