Einzigartiges Sterngewölbe: St. Nicolai in Lüneburg

 

Die jüngste der drei mittelalterlichen Backsteinkirchen der Hansestadtlüneburg entstand im Stil der Gotik zwischen 1407 und 1477. Schon der Grundriss zeigt das wunderschöne und für Norddeutschland einzigartige achtzackige Sterngewölbe über dem Mittelschiff. Die Seitenschiffe sind niedriger und schmaler als das Mittelschiff. Auch sie haben ein Sterngewölbe. An die Seitenschiffe schließen mit den Seitenschiffen mehr oder weniger verschmolzene Seitenkapellen an. Seitenschiffe und Seitenkapellen werden von einem gemeinsamen Dach eingefasst und bilden somit einen einheitlichen Baukörper. Im Grundriss sind an den Seitenschiffen noch die Pfeiler zu erkennen, die die Seitenschiffe und letztendlich auch das hohe Mittelschiff abstützen.

Insgesamt folgt der Grundriss dem Schema der Marienkirche in Lübeck. Die äußersten Kapellen des Kapellenkranzes am Chorumgang sind also nicht oder kaum nach außen “geknickt”, sondern befinden sich in der Flucht der Seitenschiffe. Anders als die Marienkirche in Lübeck verfügt die Nikolaikirche in Lüneburg jedoch nur über einen Turm, der zumindest in den oberen Teilen der Neugotik des 19. Jahrhunderts entstammt.

St. Nicolai, Lüneburg

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>