Archiv der Kategorie ‘Altes Testament‘

Im Bauch des Seepferdchens: Jona und der Fisch

Sonntag, den 9. September 2007

Jona und der Fisch, Illustration nach 1520, abgebildet ist oben auch der Erfurter Reformator Justus JonasEine der beliebtesten Geschichten des Alten Testamentes seit der Antike handelt von einem Fisch, der vielleicht gar keiner ist. Das Buch Jona aus dem 4. bis 3. Jahrhundert vor Christus erzählt die Geschichte von Jona aus der Stadt Ninive. Der Mann wird eines Tages zum Bußprediger berufen, dem sich Jona aber mit der Flucht auf einem Schiff nach Tarschisch zu entziehen versucht. Doch der Herr lässt Wind und Meer toben.

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Lüsterne Verleumder: Susanna und die Alten

Samstag, den 8. September 2007

490px-albrecht_altdorfer_037.jpgAuch schon seit dem frühen Christentum wird die Geschichte der schönen und gottesfürchtigen Susanna dargestellt. Susanna war die Frau eines reichen Mannes in Babylon namens Jojakim. Das Hause des Jojakim war ein beliebter Treffpunkt für die Juden am Ort. Dort verkehrten auch zwei alte Männer, die als Richter amtierten. Wenn die Gäste des Jojakims zur Mittagszeit gegangen waren, pflegte Susanne im Garten des Hauses spazieren zu gehen. Dort sahen die beiden Alten sie täglich und wurden immer lüsterner.

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Ohne Appetit: Daniel in der Löwengrube

Samstag, den 8. September 2007

Daniel in der Löwengrube, Peter Paul Rubens, um 1615

Die Geschichte von Daniel in der Löwengrube war im frühen Christentum sehr beliebt, um dann für anderthalb Jahrtausende in Vergessenheit zu geraten. Erst die Zeit des Barock entdeckte das Motiv neu und bildete es häufig ab.

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Mene mene tekel u-parsin: Das Gastmahl des Belschazzar

Freitag, den 7. September 2007

Das Gastmahl des Belschazzar, Rembrandt van Rijn, um 1635

Mene mene tekel u-parsin. Das sind die bekannten Worte, die bei einem Gastmahl des babylonischen Königs Belschazzar angesichts von tausend Gästen an der Wand erscheinen. Belschazzar hatte das Unglück selbst heraufbeschoren, als er im Übermut für sein Fest die goldenen und silbernen Gefäße holen ließ, die sein Vater Nebukadnezzar dereinst aus dem eroberten Jerusalem mitgehen ließ.

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Der Prophet der Offenbarung: Daniel

Donnerstag, den 6. September 2007

Die drei Jünglinge im Feuerofen, frühchristliche Malerei aus dem 3. Jahrhundert in den Katakomben der Priscilla in Rom

Er gilt als der vierte der großen Propheten. Die Erzählungen aus dem Buch Daniel sind aber eher eine Sammlung verschiedener Geschichten, die nachträglich (im 2. Jahrhundert vor Christus) nur einer Person, nämlich Daniel, zugeordnet wurden. Gemäß des Buches Daniel wurde als junger Mann zusammen mit drei Freunden nach Babylon verschleppt und dort für den Dienst im Palast des Königs ausgewählt.

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Der Prophet des Heils: Ezechiel

Mittwoch, den 5. September 2007

Ezechiel, Detail aus dem Deckenfresco in der Sixtinischen Kapelle, Michelangelo, um 1510Ich sah: Ein Sturmwind kam von Norden, eine große Wolke mit flackerndem Feuer, umgeben von einem hellen Schein. Aus dem Feuer strahlte es wie glänzendes Gold. Mitten darin erschien etwas wie vier Lebewesen. Und das war ihre Gestalt: Sie sahen aus wie Menschen. Jedes der Lebewesen hatte vier Gesichter und vier Flügel.

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Der Prophet des Untergangs: Jeremia

Dienstag, den 4. September 2007

Jeremia, Detail aus den Deckenfresco in der Sixtinischen Kapelle, Michelangelo, 1508-12Von den vier großen Propheten ist er der zweite. Er lebte um 586 vor Christus und erlebte so den Fall Jerusalems mit. Über keinen Propheten weiß man heute mehr, sowohl über sein Leben als auch seine Gottes- erfahrungen. Wesentliche Quelle ist das Buch Jeremia, in dem der Prophet in mehreren Texten seine Vereinsamung, seine Verfolgung, seine Verspottung und seine Anfechtungen schildert. Auch trägt Jeremia hier seine Zweifel am Sinn an seiner Predigt vor Gott.

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Der Prophet des Messias: Jesaja

Montag, den 3. September 2007

Jesaja, Detail aus dem Deckenfresco in der Sixtinischen Kapelle, Michelangelo, 1509Das Alte Testament kennt vier große Propheten: Jeremia, Ezechiel, Daniel und den am häufigsten dargestellten: Jesaja. Nach der Überlieferung wirkte Jesaja im 8. Jahrhundert vor Christus in Jerusalem. Jesaja und seine Frau, die gleichfalls eine Prophetin war, lebten in einer schwierigen Zeit. Die Assyrer waren nämlich zu der Zeit die vorherrschende Macht im Nahen und Mittleren Osten. Jesaja kündigte den Untergang des Nordreiches Israel an und sagte dem Südreich Juda eine schwere Zeit voraus.

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Ernährt von Raben und Engeln: Elija

Samstag, den 1. September 2007

Elija erhält von der Witwe von Sarpta ein Bissen Brot, Giovanni Lanfranco, 1621-24

Und es war eine Zeit in Israel, da herrschte ein König Ahab. Der König aber war verheiratet mit Isebel, die die Propheten Jahwes verfolgen ließ und den König dazu brachte, den Baal anzubeten. Da war jedoch auch ein Prophet namens Elija (oder Elias), der prophezeite dem götzendienenden König drei Jahre Trockenheit im Land. Elija selbst aber wurde während der Trockenheit von einem Raben ernährt.

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Entsetzliches Leid: Ijob / Hiob

Freitag, den 31. August 2007

Hiob wird von seiner Frau verhöhnt, Georges de la Tour, 1632-35Warum muss der Mensch leiden, sogar der gute? Mit dieser die Menschheit seit ehedem umtreibende Frage beschäftigt sich das Buch Hiob im Alten Testament. Der hier Leid tragende ist der in den folgenden Jahr- tausenden sprich- wörtlich gewordene Hiob. Er lebte im Lande Uz, war reich, recht- schaffend und gottesfürchtig. Doch der Satan glaubte Hiob sein Gutsein nicht. Würde Hiob all sein Hab und Gut verlieren, würde er auch die Gottesfurcht verlieren. Satan bittet also Gott, Hiob prüfen zu dürfen. Und Gott gibt Satan freie Hand.

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