Archiv der Kategorie ‘Ausstellungen‘

Das “Stundenbuch des Herzogs von Bedford” in einer Ausstellung in Berlin

Donnerstag, den 1. März 2007

Im Allgemeinen ist die Buchmalerei eine schwer zugängliche Kunst. Sind die Malereien doch oft klein und - wie der Name schon sagt - in Büchern gebunden, die auch nicht einfach auseinandergenommen werden können, um die Bilder betrachterfreundlich an die Museumswand zu hängen. Die Besucher in den wertvollen Codices blättern zu lassen, geht auch nicht. In billigen Nachdrucken gehen dafür Details und Farbfreudigkeit teilweise verloren. Umso billiger die Bücher, umso größer der Verlust.

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Mit dem Antichristen auf Augenhöhe

Samstag, den 24. Februar 2007

Der Antichrist und der Feuerzauber
Ein junger Mann nur, zwar von hinten geheimnisvoll beleuchtet, aber eben nur ein junger Mann. Was soll an ihm so gefährlich sein? Das Mittelalter stellte sich den Antichristen, den Christus kurz vor dem Weltenende noch besiegen muss, nicht als einen Dämon mit Hörnern und Fratze vor, sondern als Verführer. Genauso ist er auch im berühmten und einzigartigen Antichristfenster der Marienkirche in Frankfurt/Oder dargestellt. Die Restaurierung der Anfang der 2000er Jahre aus St. Petersburg nach Frankfurt zurückgekehrten Glasmalereien ist vor kurzem abgeschlossen worden. Aus diesem Anlass werden sie in einer Sonderausstellung des Museum Junge Kunst noch bis 29. April 2007 gezeigt. Die Ausstellung findet in der Rathaushalle in direkter Nachbarschaft zur Marienkirche statt. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Bis Juni wird das Fenster wieder an seinen angestammten Platz in der Marienkirche eingebaut. Die Sonderausstellung ist darum eine gute Gelegenheit, die Malereien noch einmal ganz aus der Nähe zu betrachten. Und auch die Anhänger von Hörnern und Reißzähnen kommen nicht zu kurz: auf den Bildern findet sich auch der Teufel.

Museum Junge Kunst

Bildnachweis: 1

Ein Freund Dürers: Conrad Meit - eine Ausstellung in München

Mittwoch, den 14. Februar 2007

Mindestens drei Mal hat er sie dargestellt: Erzherzogin Margarete von Österreich. Zwei Mal als Tote in der Klosterkirche in Bourg-en-Bresse und einmal als Lebende in einer kleinen Büste, die sich heute in London befindet. Der um 1470/85 in Worms geborene und 1550/51 in Antwerpen verstorbene Meit war zwischen 1512/14 und 1530 war Hofbildhauer am Hofe Margarete von Österreichs im flämischen Mecheln. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Bildhauer und Bildschnitzer der Renaissance, auch wenn sich von seinem Spätwerk kaum Stücke erhalten haben. Conrad Meit war ein Freund Albrecht Dürers, der ihn hoch lobte.

Berühmt wurde Conrad Meit insbesondere für seine Aktstatuetten, die schon ganz den Geist der Renaissance atmen. So besitzt das Bayerische Nationalmuseum in München eine Darstellung von Judith mit dem Haupt des Holofernes.

Das Bayerische Nationalmuseum ist es auch, das noch bis zum 18. März 2007 in einer Sonderausstellung wichtige Werke seines Schaffens zeigt. Im Mittelpunkt stehen neben den Aktstatuetten, seine Porträts und großplastischen Werke aus Marmor und Alabaster.