Renaissance der griechischen Antike: Kunst des Klassizismus
Mittwoch, den 17. September 2008Zum Ende des 18. Jahrhunderts neigte sich der Absolutismus seinem Ende zu. Die Auflösung der alten Ordnung sollte sich explosionsartig 1789 in der Französischen Revolution entladen. Doch schon der Preußenkönig Friedrich II. konnte sich augenscheinlich nicht recht entscheiden, ob er lieber das Volk gängeln oder ein aufgeklärter Monarch sein wollte. Begleitet wurde die Entwicklung von einer selbstbewusster werdenden Wissenschaft, die nicht nur die Natur, sondern auch die Geistesgeschichte in einem neuen Licht betrachtete. Eine der wichtigsten Gestalten war der Archäologe Johann Joachim Winkelmann (1717-68), der der Antike in der Öffentlichkeit einen neue Stellenwert geben wollte. Die römische Antike war seit der Renaissance nie ganz aus dem Blickfeld geraten, Winkelmann jedoch legte den Fokus auf die griechische Klassik. Und so könnte der ganze Klassizismus beschrieben werden: Als eine Stilrichtung, in der das klassische Griechenland zum Programm erhoben wurde. Womit auch schon der Hauptunterschied zum folgenden Historismus erwähnt wäre. Im weiteren Sinne umfasst der Klassizismus aber die Zeit zwischen 1770 und 1830.






