Nicht unumstritten: Eugéne Viollet-le-Duc
Freitag, den 20. April 2007Der Mann trug einen großen Titel: Inspecteur général des Monuments Historiques. Er war in der Mitte des 19. Jahrhunderts der oberste Denkmalpfleger Frankreichs. Kirchenbesuchern, aber auch allgemein an Baugeschichte
Interessierten, begegnet der am 27. Januar 1814 in Paris geborene Eugéne Viollet-le-Duc auf Schritt und Tritt. Er restaurierte in seinem Verständnis, aber auch im Verständnis der Zeit, unzählige Kirchen, Burgen und andere Bauten. Er hat seine Spuren in der Abteikirche in Vezelay, in Notre-Dame de Paris, in der Basilika von Saint-Denis, in Saint-Nazaire in Carcassonne und an anderen Orten hinterlassen.
Doch nicht nur als Restaurateur machte er sich einen Namen. Bleibenden Einfluss erhielt auch sein Werk zur Architekturgeschichte des Mittelalters. Zwischen 1854 und 1868 verfasste und veröffentliche Viollet-le-Duc sein zehnbändiges Dictionnaire raisonné de l’architecture française du XIe au XVIe siècle („Handbuch der französischen Architektur des 9. bis 16. Jahrhunderts“).
