„Kraftwerk Gottes“: Kirche Am Hohenzollernplatz , Berlin , Deutschland

Im Äußeren verrät nur das Hauptportal die Gestaltung des Innenraums. Während außen die Kirche als ein Kasten aus blau-roten Klinkern erscheint, erinnert der Innenraum mit seiner spitzbogigen Wand-Decken-Konstruktion abwechselnd an etwas stark gotisierend erbaute Kirche oder ein umgedrehtes Schiff.

Errichtet wurde die Kirche Am Hohenzollernplatz zwischen 1930 und 1934 im Stil des Expressionismus. Die Entwürfe stammen von Ossip Klarstein aus dem Architekturbüro von Fritz Höger in Hamburg.

Neben dem kubischen Außenbau, der von einem kupfergedeckten Walmdach bedeckt ist, fällt der hohe Turm auf (66 Meter mit Kreuz).

Die Kirche ist im Zweiten Weltkrieg erheblich beschädigt worden. Der Innenraum wurde zwar umfassend wieder hergestellt, aber schließlich 1990-91 mit der aktuellen sehr farbigen Fassung versehen.

Der Altarraum befindet sich noch im Orginalzustand. Nur die Fenster wurden 1962 ersetzt.

Neben der Kirche steht noch das in gleichem Stil erstandenen Gemeindehaus, welches die Gesamtwirkung des Ensembles verstärkt.

Ursprünglich stand die Kirche am Rande der schönen Platzanlage des Hohenzollernplatzes. Die Situation hat im Zuge der Anlage des Hohenzollerndamms zu einer Hauptverkehrsachse mehr als nur gelitten.

Die Kirche trägt aufgrund ihrer kubischen Erscheinung und der Anmutung als Industriebau der 20er Jahre den Spitznamen „Kraftwerk Gottes“.

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