Getröstet in Abrahams Schoß: Der arme Lazarus und der reiche Prasser

14. Oktober 2009

Breu, Jörg d. J.: Der reiche Prasser und der arme Lazarus, 1535 Holzschnitt

Das Gleichnis besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil leben beide Nebenfiguren, im zweiten Teil der Erzählung sind beide tot. In der Kunst wurden beide Szenen dargestellt, häufiger jedoch die spätere. Im Gleichnis selbst geht es um einen Vergleich von irdischem und himmlischem Reichtum und um das Schicksal, welches jene erwartet, die ihren irdischen Reichtum etwas überbewerten.

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Trost und Mut für die Hörenden: Das Gleichnis vom Sämann

8. Oktober 2009

Flusslandschaft mit Sämann (1597): Pieter Bruegel der Ältere

Gleichnisse sind meist kürzere Texte, die mit didaktischem Anspruch einen komplexen oft theoretischen Sachverhalt in Form einer bildhaften und konkreten Darstellung abbilden.“ So wird der Begriff Gleichnis in der Enzyklopädia Wikipedia definiert. Die Evangelien berichten, dass Jesus oft in Gleichnissen gesprochen hat. Eines der Wichtigsten dürfte das Gleichnis vom Sämann sein, auch wenn es in der Kunst nicht allzu häufig dargestellt wurde.

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Armut als Reichtum: Franziskus von Assisi

5. Oktober 2009

Giovanni Cimabue (um 1240 - 1302): Fresko in der Unterkirche der Basilika S. Francesco in Assisi

Dass viele Arme reich sein wollen, ist nachvollziehbar. Wollen jedoch Reiche plötzlich arm sein, so werden sie nicht selten für verrückt erklärt. Das ist heute nicht anders, als vor 800 Jahren. So musste auch Giovanni Bernadone, der als Sohn wohlhabender Tuchhändler 1181 oder 1182 im mittelitalienischen Städtchen Assisi in der Region Umbrien geboren wurde. Dabei begann das Leben des kleinen Giovanni, der nach der provencalischen Herkunft seiner Mutter „Franziskus“ gerufen wurde, eher typisch. Franz wurde reich erzogen und lebte eine Jugend als Ritter und Höfling.

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Nur noch ein nationales Denkmal: die Paulskirche in Frankfurt am Main

2. Oktober 2009

Paulskirche in Frankfurt a.M. (Foto: Christoph F. Siekermann)

Obwohl heute noch ein Kreuz auf der Spitze des Turms steht, ist das Gebäude schon seit 1949 nicht mehr das, nachdem es aussieht. Vielmehr ist das berühmte, rosane Gemäuer nun mehr oder weniger vollständig, was es auch schon 100 Jahre vor der Entwidmung zumindest teilweise war: ein nationales Denkmal. Dabei war nicht einmal der Neubau der Paulskirche in Frankfurt am Main, der 1833 mit einem Festgottesdienst eingeweiht wurde, als Denkmal gedacht, sondern wirklich als Kirche. Genau wie der Vorgängerbau der Paulskirche, der schon seit dem 13. Jahrhundert an der selben Stelle gestanden hatte.

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Ein Vergleich: Das Gleichnis von den Blinden

1. Oktober 2009

Das Gleichnis von den Blinden (1568): Pieter Bruegel d. Ä.

Könne ein Blinder einem Blinden den Weg zeigen? Würden nicht vielmehr beide Blinden dann in den Graben fallen? Eine nicht selten in der christlichen Kunst dargestellte Frage Christi entspricht im Neuen Testament keine eigene Geschichte. Es handelt sich eigentlich nur um einem einzigen Satz, den die beiden Evangelisten, die ihn aufführen, auch noch in zwei völlig unterschiedliche Geschichten eingebaut haben. Den ganzen Beitrag lesen »

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Nur die Liebe zählt: Der verlorene Sohn

3. August 2009

Die Heimkehr des verlorenen Sohnes, um 1770-74, Bartolomé Esteban Murillo

Ganze 22 Verse widmet der Evangelist Lukas dem Gleichnis vom verlorenen Sohn. In 22 Versen wird keine Kleinigkeit erzählt, sondern eine der dichtesten Erzählungen der Evangelien: von einem, der im Streit auszieht, um das Leben in vollen Zügen zu genießen. Der aber, nachdem er pleite ist, demütig nach Hause zurückkehrt und vom Vater mit offenen Armen empfangen und wieder aufgenommen wird. Und nicht nur im Neuen Testament wird die Geschichte breit angelegt. Auch in der Kunst sind bis zu 14 verschiedene Szenen dargestellt worden, einzeln oder zu mehreren.

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Der Nächste ist der, der am nächsten ist: Der barmherzige Samariter

16. Juli 2009

Der barmherzige Samariter: 1640; Govert Fink nach einer Radierung Rembrandt van Rijns

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Kein Gebot scheint schwerer zu befolgen als dieses. Dabei betonen die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas übereinstimmend, das gerade das Gebot der Nächstenliebe das wichtigste sei. Schon der aufgeklärte Mensch der Gegenwart ist mit der Frage überfordert, wer den nun eigentlich der „Nächste“ ist. Der stinkende, alte Nachbar ist es hoffentlich nicht. Auch die Jünger sind mit der Frage überfordert und so antwortet Jesus im Evangelium des Lukas mit einem berühmten Beispiel.

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Jesus weinte: die Auferweckung des Lazarus

11. Juli 2009

Die Auferweckung des Lazarus: Giotto, 1306 - Padua, Capella degli Scrovengni (Arena-Kapelle)

Viele Wunder wirkte Jesus. Das bekannteste ist zweifellos die Auferweckung des Lazarus, verweist sie doch nur allzu deutlich auf die Auferstehung der Toten zum Weltgericht am Jüngsten Tag und Jesu Wirkmacht über den Tod. Bemerkenswert ist aber auch, das gerade das Wunder, welches Lazarus geschah, nicht nur mit einem Namen verbunden kann, sondern darüber hinaus auch sprichwörtlich geworden ist. Dabei hat die Geschichte, die sich nur im Evangelium des Johannes findet, eine Ebene, die weder in der Überlieferung noch in der Kunst einen großen Widerhall fand.

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Das Licht der Welt: Die Heilung von Blinden

29. Mai 2009

Die Heilung von Blinden, Tafel der Predella der Maestà im Dom von Siena, 1308-11, Duccio di Buoninsegna

Die reichlichen Heilungen von Blinden in den Evangelien folgen einem einfachen Grund. Jesus hatte es Johannes dem Täufer angekündigt, als er mit Bezug auf den Propheten Jesaia das Wirken des Messias mit den Worten umschrieb: Blinde sehen wieder. Darüber hinaus ist eine Blindenheilung natürlich ein starkes Bild für das Wirken des Christus: es ist ein Sinnbild der Erleuchtung durch die Botschaft Jesu.

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Klassisch romanisch: Klosterkirche St. Georg und St. Pankratius in Hecklingen

28. Mai 2009

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Der Grundriss der Klosterkirche in Heckingen könnte als klassisch romanisch bezeichnet werden. Deutlich markiert die Vierung der Kirche, deren Baubeginn in der Mitte des 12. Jahrhunderst liegt, das Maß aller Dinge: Chor und Querschiffarme nehmen die Vorgabe des Vierungsquadrats auf. Auch das Langhaus ist entsprechend gegliedert. Im Mittelschiff geben je zwei Joche das Maß der Vierung wieder. Die Seitenschiffe der Basilica wiederum sind zwar schmaler als das Mittelschiff, aber eben genau um die Hälfte.

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